Die Geschichtensammlerin:
Wie alles begann...
Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf in Deutschland. Schon früh hiess es: „Du wirst sicher einmal Krankenschwester.“ So ist es wohl nicht verwunderlich, dass ich tatsächlich Altenpflegerin werden wollte.
Doch schon davor habe ich immer geschrieben. Angefangen hat alles damit, dass ich als kleines Kind regelmässig auf dem Speicher sass und das Innere einer Pralinenschachtel als Schreibmaschine benutzte, also den Plastikeinsatz, in dem die leckeren Pralinen stecken. Meine Fantasie war grenzenlos, und die Vorstellung, eine Sekretärin zu sein, die den ganzen Tag tippt, beflügelte meine Ideen. Später schrieb ich Tagebuch, und mit 26 Jahren begann ich mit dem, was man heute Journaling nennt.
Mit etwa 17 Jahren bekam ich ein Büchlein in die Hand, das viele kurze Geschichten voller Weisheit enthielt. Ich war so begeistert, dass ich es immer wieder las. Eine Geschichte handelte von einer Steinpalme. Ein verärgerter Mann hatte ihr einen schweren Stein zwischen die jungen Triebe gerammt, und sie musste lernen, diesen Stein in ihrem Herzen anzunehmen. Dass man aus Geschichten lernen kann, mit Lebenssituationen umzugehen, faszinierte mich.
Später, in meinem Beruf als Ergotherapeutin, habe ich in über 30 Jahren unzählige echte Lebensgeschichten gehört und miterlebt, wie Menschen mit ihren Herausforderungen umgehen.
Besonders hellhörig machten mich die Geschichten der Maasai, eines Nomadenvolks in Kenia. Da ich regelmässig dort bin und dann mit ihnen lebe, durfte ich Geschichten lauschen, die von Respekt, Wachstum, Dürrezeiten, Hunger und Verlust erzählen. Sie erzählen aber auch davon, wie wichtig es ist, den Kopf hochzuhalten, damit der Spirit gesund bleibt. Lachen ist wichtig, alles andere macht krank.
Ich habe erkannt, dass jeder Mensch auf dieser Welt etwas hat, das er teilen kann, und dass andere davon lernen und neue Impulse bekommen können.
Ich bin gespannt auf Deine Geschichte!
Mein beruflicher Weg & Meilensteine
01/
In den Jahren danach machte Petra Leisinger zuerst eine Ausbildung im Einzelhandel und später als Ergotherapeutin.
02/
Nachdem sie 6 Jahre in Neuseeland gelebt hatte, kehrte sie nach Deutschland zurück und begann dort zu arbeiten.
03/
10 Jahre arbeitete sie in einer Klinik in der Schweiz mit Eltern und deren Kindern.
04/
Während dieser Zeit lernte sie Marte Meo kennen und machte die Ausbildung zur Marte Meo Therapeutin und Marte Meo Supervisorin.
05/
Inzwischen führt sie seit 15 Jahren eine eigene Praxis für Ergotherapie.
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